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Ретроспекции Игоря Клеха

Детство как источник творчества


Tatjana Hoffmann


Seiten 359 - 388



Igor’ Klechs Retrospektiven. Kindheit als Quelle des Schreibens

Der Beitrag analysiert das Phänomen der Kindheit als einer besonderen Welt und eines zentralen Verfahrens im Werk des russisch-ukrainischen Autors Igor’ Klech anhand von close readings seiner Erzählungen „Zweistimmigkeit“ [„Диглоссия“], „Der fragmentierte Mensch, oder Notizen eines Vierzigjährigen“ [„Частичный человек, или Записки сорокалетнего“], „Weltuntergang“ [„Светопреставление“] und „Chroniken des Jahres 1999“ [„Хроники 1999 года“]. Klech erschafft in ihnen einen intratextuellen Chronotopos der frühen Lebensphase, die er mit Erfahrungen der Realitätsflucht, der körperlichen Sphäre und auch Verlusten zum einen nacherlebt, zum anderen in ihrer Bedeutung für sein Schaffen betrachtet. Seine Kindheitstexte lassen sich insofern als Beitrag zum Verständnis der spezifisch sowjetischen Kindheit in der russischen Literatur lesen – weniger in der historischen und mehr in der ästhetischen Funktion. Dieses Phänomen dient Klech durch sein Gesamtwerk hindurch, das von Retro- und Introspektionen des Autobiographischen und die Möglichkeiten narrativer Repräsentation überdenkenden Erzählers gekennzeichnet ist, als wirkungsvoller Mo- tor seines Schreibens.

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